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Gute Laune und Selbstbewusstsein – Wie Sport auf Deine Gefühle wirkt

Yogaübungen sind für mich als Fitness-Trainerin ein fester Bestandteil meiner Body & Mind-Kurse, weil ich von ihrem Trainingseffekt und gesundheitlichen Nutzen absolut überzeugt bin. Für den ganzen spirituellen Hintergrund habe ich mich nie interessiert. Bis ich eine bewegende Erfahrung gemacht habe.
Mit Sport steigerst Du Dein Ego.

Mit Sport steigerst Du Dein Ego. © Shutterstock

Immer wenn eine Stunde viele Rückbeugen beinhaltete, kam es vor, dass Teilnehmer in der folgenden Entspannung mit den Tränen zu kämpfen hatten oder sogar weinten. „Oh Gott“, dachte ich, „haben sie sich verletzt? Oder Schmerzen?“. Auf meine Nachfrage bestätigten die Teilnehmer aber, dass alles ok sei und sie sich wohlfühlten – krasse Sache.

Es stimmt also wirklich, was meine Yoga-Ausbilderin über die emotionale Wirkung von Rückbeugen gesagt hatte: Die herzöffnenden Bewegungen können angestaute Emotionen wie Freude, Angst oder Trauer an die Oberfläche bringen und lösen. Aber wenn selbst eine einfach Rückbeuge so eine beeindruckende Wirkung auf unsere Emotionen hat, wie sieht es bei anderen Übungen und Trainings aus? In diesem Artikel erfährst Du mehr über die Wirkung von Training auf Deine Gefühle, Deine Laune und Dein Selbstbewusstsein.

Körper und Seele – Ein unzertrennliches Team

Ein Erlebnis „schlägt Dir auf den Magen“ oder „geht Dir an die Nieren“ – weil Körper und Seele fest zusammenhängen. Der Zusammenhang von körperlichen und seelischen Leiden wurde in unzähligen Studien bestätigt. Ein ganzer Teilbereich der Medizin – die sogenannte Psychosomatik – befasst sich mit den Wechselwirkungen von seelischen und körperlichen Erkrankungen. Ok, soweit die Fakten.

Aber gelten diese nachgewiesenen Wechselwirkungen nur bei körperlichen oder seelischen Krankheiten? Bestimmt nicht. Das Zusammenspiel von Körper und Seele besteht genauso bei gesunden Menschen. Das fängt schon bei Körperhaltung und Mimik an.

Wenn du zum Beispiel traurig bist, passt sich Deine Körperhaltung automatisch daran an: gesenkter Kopf, nach vorne hängende Schultern. Wenn Du jetzt Deine Brust und den Kopf hebst, die Schultern zurück ziehst und Dich selbst im Spiegel angrinst, wirst Du sofort wieder besser gelaunt sein. Klingt albern, funktioniert aber.

Studien belegen dieses Ergebnis: Du kannst nicht traurig sein, wenn Du die Körper- und Kopfhaltung eines optimistischen Menschen einnimmst. Deine Körperhaltung beeinflusst also direkt Deine Gefühle, genauso wie Deine Gefühle Deine Körperhaltung beeinflussen. Was heißt das jetzt für Dein Training? Mit welchem Sport kannst Du positiv auf Deine Gefühle einwirken? Welche Effekte hat Training auf Deine Stimmung?

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Der Rücken – Spiegel Deiner Seele

Rückenprobleme sind das Volksleiden Nummer Eins und verursachen jedes Jahr Kosten von 25 Milliarden Euro. Wenn man sich klar macht, wie die meisten von uns ihren Alltag bestreiten, ist das nicht weiter verwunderlich: Morgens beim Frühstück sitzen, im Auto zur Arbeit sitzen, im Büro sitzen, mittags in der Kantine sitzen, abends vor dem Fernseher sitzen. Und mal ehrlich, wer sitzt schon perfekt gerade mit zurückgezogenen Schultern und aktiver Rumpfspannung?

Die Folgen für Deine Körperhaltung sind fatal. Die Schultern kommen nach vorne, der obere Rücken wird rund, das Kinn senkt sich Richtung Brust, Verspannungen in Schultern und Nacken treten auf. Hält dieser Zustand länger an, passen sich auch Deine Knochen daran an – ein Rundrücken entsteht. Soweit schlimm genug. Aber was bedeutet diese Körperhaltung jetzt für Deine Emotionen? Das genaue Gegenteil der herzöffnenden Rückbeugen – es ist die Körperhaltung einer bedrückten, belastenden, schwachen Seele.

Mann Frau machen Rückenübung vorm Meer

Ein gesunder Rücken stärkt Dich im Leben. © Shutterstock


Wenn Du das Thema Rückenproblem von der emotionalen Seite betrachtest, sind die Wechselwirkungen genauso offensichtlich. Vier von fünf Deutschen hatten schon mal Rückenbeschwerden, in über 80 Prozent dieser Fälle lässt sich keine körperliche Ursache feststellen – so sieht´s aus.

Die Ursachen entstehen im psychosozialen Kontext, letztens musste ich als Trainerin sogar einen Rettungswagen rufen. Eine junge Frau – schlank, Anfang Zwanzig – war ohne ersichtlichen Grund beim Training zusammengebrochen. Nach einigen Fragen der Rettungssanitäter zu möglichen Vorerkrankungen stellte sich heraus: Sie hatte bereits mehrere Bandscheibenvorfälle, Operationen und nimmt deshalb auch Medikamente.

Eine junge Frau Anfang zwanzig mit derartigen Rückenproblemen!? Unglaublich. Als sie auf dem Weg ins Krankenhaus war, erzählte mir ihre Freundin, wo das eigentliche Problem war: Beruflicher Stress – aber richtig. Als Auszubildende im Einzelhandel machte die junge Frau ohne Ende Überstunden, wurde von ihrer Chefin gemobbt und unter Druck gesetzt. Trotz ihrer bekannten Rückenprobleme musste sie jeden Tag schwere Kisten schleppen. Vor lauter Angst entlassen zu werden, nahm sie Tag für Tag diese schweren körperlichen und seelischen Belastungen auf sich. Klar, dass Ihr Rücken irgendwann „Stopp!“ sagte – und ihr einen Strich durch die Rechnung machte. Die Bandscheibenvorfälle waren eine Notbremse Ihres Körpers, um die Seele zu schützen. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie psychischer Stress und Druck auf den Rücken und Deinen gesamten Körper wirken können.

Dein Training für mehr Selbstbewusstsein

Du bist schüchtern, schwach, unsicher? Sport kann das ändern. Sport ist nicht nur Muskelarbeit, sondern zum Großteil auch Kopfsache. Nicht nur Dein Körper wird stärker, sondern auch Dein Geist. Du lernst nicht nur Gewichte zu stemmen oder lange Distanzen zu laufen, sondern auch Dich zu überwinden, den inneren Schweinehund zu bezwingen und die Zähne zusammenzubeißen.

Mentale und körperliche Stärke gehen also Hand in Hand in Richtung Trainingserfolg. Deshalb funktioniert es auch nicht, einem Trainingsanfänger zu sagen, er soll bis zum Muskelversagen trainieren oder HIIT Workouts machen. Ein untrainierter Einsteiger ist mental gar nicht dazu in der Lage, sich selbst bis an die eigene Leistungsgrenze zu zwingen.

Am effektivsten ist Dein Training, wenn es Dich weder überfordert, noch unterfordert – und zwar körperlich und mental. Woran Du erkennst, dass Du auf dem richtigen Weg bist? Ganz einfach: Es macht Spaß und funktioniert!

Frau lehnt an Wand blauer Pullover

Selbstbewusstsein sieht man Dir an – denn Du strahlst es durch Deine Körpersprache aus. © Shutterstock

Ein weiterer Grund warum Sport Dich selbstsicherer macht ist, dass Du regelmäßig Bestätigung erfährst. Damit sind keine Wettkämpfe oder Medaillen gemeint, sondern Dein Wissen über Dich selbst: Mein Körper kann etwas leisten – und ich werde besser!

Das macht selbstbewusst. Zu guter Letzt gibt es noch einen Grund, warum Training Dein Selbstbewusstsein pusht: Beim Training werden Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut. Das führt dazu, dass Du ruhiger und gelassener wirst, was Dein Selbstbewusstsein steigert.

Auch unsere GYMONDO Mitglieder haben diese Erfahrung gemacht. Hier ein paar Stimmen aus der Community:

“Für mich gesprochen, würde ich schon sagen, dass sich mein Selbstbewusstsein nochmal gesteigert hat. Vor 4 Jahren war ich stark übergewichtig und hab auch gesundheitliche Folgen gespürt, aber die negativen gesellschaftlichen Erscheinungen, die einem nicht viel helfen im Alltag. Nachdem ich über 30 Kilo abgenommen habe, habe ich mich ganz anders nach Außen gezeigt.

Nicht mal gezielt, sondern unbewusst, weil ich Kleidung tragen konnte, die ich vorher nicht tragen konnte oder plötzlich Komplimente bekommen habe. Und auch jetzt, nachdem die überschüssigen und unnötigen Pfunde aus dem letzten Jahr wieder abgekämpft habe, merke ich, dass ich mich Stück weit wieder anders verhalte. Ich mach mir wieder weniger Gedanken über das, was ich trage und wie es auf die Außenwelt wirken könnte. Wenn jemand meint, irgendwas Dämliches über mich sagen zu müssen, dann ist es mir jetzt wieder egal. Aber bis vor drei Monaten hätte es mich doch etwas zermürbt.

Sport hat mir geholfen, wieder zu verstehen, dass es jederzeit möglich ist, Ziele zu erreichen. Man muss nur dafür arbeiten. Jedes Ziel, das erreicht wird, baut auch das Selbstbewusstsein auf. Wer es im Sport schafft, schafft es auch in anderen Lebenslagen.“ ( – watchyourback )

„Ich war und bin zudem immer sehr stolz auf meine Muskulatur. Diese lässt mich aufrecht gehen und kraftvoll. Sie trägt meinen Körper, durch sie gehe ich schwungvoller und geschmeidiger, sitze aufrechter. Und eine kräftige Muskulatur lässt einen hinsichtlich Gangart und Körperstellung, doch schon viel selbstbewusster dastehen.“ ( – Kneecircle )

Gute Laune durch Sport

Nelson Mandela hat mal gesagt: „Sport lässt Anspannung verschwinden, und Anspannung ist der größte Feind der Seelenruhe.“ So ist es. Sport macht happy, das ist nicht nur wissenschaftlich erwiesen – das erlebt jeder der Sport macht selbst.

Warum das so ist, ist aber noch nicht ganz klar. Über die physiologischen Prozesse und Ursachen streitet sich die Wissenschaft noch. Einige sagen, es liegt an der Ausschüttung von Glückshormonen, den Endorphinen. Die wurden bislang aber nur im Blut nachgewiesen und gelangen nicht ins Gehirn.

Eine andere These besagt, dass Sport zu einer vermehrten Ausschüttung von körpereigenen Cannabinoiden führt. Diese steigern Dein Wohlbefinden und reduzieren Angst und Schmerz.
Eine dritte Theorie geht davon aus, dass sich durch Sport die Menge an Serotonin und anderen Botenstoffen wie Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin im Körper erhöht. Diese Botenstoffe lösen als Glücks-Cocktail angeblich einen Rauschzustand aus und hellen Deine Stimmung auf.

Drei glückliche Kids mit Sporthelmen

Regelmäßige Bewegung steigert Dein Selbstwertgefühl – das macht gute Laune! © Shutterstock

Tanzen macht Dich besonders happy

Soweit die Sachlage. Doch welche Sportarten sind besonders geeignet, um Deine Laune zu verbessern? Die Hitliste wird angeführt von Cardio Training, also Ausdauersportarten und natürlich Tanzen. Ok, Tanzen ist nichts für jedermann. Aber es toppt in seiner Wirkung auf die Gefühlswelt einfach alle anderen Sportarten um Längen.

Vielleicht ist es die Kombination von Bewegung und Musik, die diese Wirkung erzeugt? Egal, es funktioniert. Tanzen löst Emotionen und verändert unser kinästhetisches Bewusstsein, das heißt unser Bewegungsempfinden und unsere Tiefensensibilität. Kein Wunder dass Tanzen als Therapieform in vielen Bereichen wie Rehabilitation, Suchterkrankungen und Krisenintervention anerkannt ist.

Fest steht auch, dass Sport nicht nur glücklicher macht, sondern sogar antidepressiv wirksam ist. Depressive Menschen bewegen sich von sich aus wenig, haben keine Lust zu nichts. Depression ist Passivität, gelernte Hilflosigkeit. Sport kann hier helfen, denn wer Sport treibt hat das Gefühl: Ich kann etwas bewegen, etwas ändern – und das zum Positiven.

Fazit

Sport hat viele positive Effekte auf Deine Stimmung, Deine Gefühlswelt, Dein Selbstbewusstsein. Das alles funktioniert nur, wenn Dein Training Dir Spaß macht und Dich weder unter- noch überfordert.

Du wirst Dich nur dann aufraffen, wenn das Trainingsziel klar gesteckt ist und der Weg dahin attraktiv genug. Spaß ohne Ziel funktioniert nicht, Ziele ohne Spaß auch nicht. In diesem Sinne: Finde Dein Training, den Sport der Dir Spaß macht und Dich an Dein Ziel bringt.

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Kommentare

  1. Manuela

    Hallo und guten Morgen 😉
    Ich muss schon sagen Gymondo mit Carolin Hobler ist in Sachen Training per Bildschirm das beste was mir zZ passieren konnte! Meine Stimmung war bei Null, auf der Arbeit nur Stress und irgendwie keine Lust auf Ausgleich…..Aber durch Zufall entdeckte ich Gymondo und durch die sehr positive und aufbauende Art von Carolin hab ich begonnen zu trainieren…Nun bin ich seit einigen Wochen dabei und es tut sich richtig was…Ich bin 54 und fühle mich wie neu und wahnsinnig gut 😉
    Danke auf diesem Weg an Carolin und ich werde auf jeden Fall mal weitermachen 😉

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