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Yoga in der Schwangerschaft – Interview mit Trainerin Ayse

Yoga gilt in der Schwangerschaft als ideale Möglichkeit, sich körperlich fit zu halten, ohne dem ungeborenen Kind zu schaden. Denn bereits bei leichtem, körperlichem Einsatz trainierst Du mit den Yogaübungen für Schwangere deine Muskeln und entlastest zugleich deine Gelenke. Darüber hinaus wird deine Atmung intensiviert und deine Entspannung gefördert. So kannst Du Dich optimal auf die Geburt Deines Babys vorbereiten. Du lernst, ruhig zu bleiben, wenn Du es am meisten brauchst –während den Wehen. Das ist besonders im Kreißsaal wichtig, da Dein Körper unter dem Stress der Geburt auch Adrenalin ausschüttet, wodurch sich die Produktion von Oxytocin, einem Wehen auslösenden Hormon, verringert. Außerdem kann Dir das Schwangerenyoga Wege zeigen, um Deine Kräfte zu bündeln und den Schmerz besser zu ertragen. Während der Schwangerschaft kannst Du Probleme wie Rückenschmerzen lindern oder gar verhindern.

Schwangere Frau im Lotussitz.

Yoga Training hilft Dir, leichter durch die Schwangerschaft zu kommen.


Ich habe zu diesem Thema eine Frau gefragt, die es wissen muss: Ayse Gündogdu ist Yogalehrerin und Mutter zweier Kinder. In Hannover gibt sie unter anderem spezielle Kurse für Schwangere. Sie selbst hat in beiden Schwangerschaften aktiv und regelmäßig Yoga praktiziert. Ich durfte ihr meine drei brennendsten Fragen stellen, außerdem hat sie fünf Übungen zusammengestellt, die Du während deiner Schwangerschaft ausführen kannst, wenn Du keine Lehrerin wie Ayse in erreichbarer Nähe hast.

Wie oft und wie lange hast Du während deinen Schwangerschaften Yoga praktiziert?

AYSE: Während meiner ersten Schwangerschaft, vor sieben Jahren, habe ich einmal pro Woche einen speziellen Kurs besucht. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits recht erfahren war in Sachen Yoga, habe ich zudem auch zuhause meine Übungen gemacht. In meinem damaligen Fulltime-Job in der Musikbranche bot mir Yoga den perfekten Raum, um meine Schwangerschaft wahrzunehmen und mich mehr und mehr darauf einzustellen. In meiner zweiten Schwangerschaft, vor drei Jahren, steckte ich mitten in meiner Ausbildung zur Yoga-Lehrerin! Da habe ich natürlich besonders viel und intensiv praktiziert. Es war eine wundervolle Zeit, in der ich an meinem eigenen Körper erfahren konnte, wie ich meine sonst sehr dynamische und stark ausgeprägte Yogapraxis abwandeln und die Haltungen an die Bedürfnisse dieser speziellen Zeit anpassen kann. Das hat mir gezeigt, dass beim Yoga auch erfahrene Yoginis und Sportlerinnen die Möglichkeit haben, weiter zu trainieren und fit zu bleiben.

Was kann mir Yoga in meiner Schwangerschaft geben?

AYSE: Yoga stärkt in der Schwangerschaft den Körper und entlastet dabei den Rücken und die Gelenke. Außerdem wird die Wahrnehmung geschult und die Verbindung zum Baby gestärkt. Das Yoga stellt Dich auf eine neue, aufregende Zeit ein und bereitet Dich mental wie körperlich auf die Geburt vor. Du lernst bewusst die Kraft des Atems kennen und schöpfst Vertrauen in Deinen Körper. Dabei ist es ganz egal, ob Du schon vorher praktiziert hast oder erst in der Schwangerschaft anfängst, Yoga auszuüben. Anfängern würde ich allerdings empfehlen bis Ende des 1. Trimesters nur im Rahmen eines speziellen Schwangerenkurses zu üben und das vorher ärztlich bestätigen zu lassen.

Was gilt es beim Schwangerenyoga zu beachten? Und welche Übungen sollte ich auf keinen Fall machen?


AYSE: Die Haltungen beim Schwangeren-Yoga sind an die besondere Situation mit Deinem Baby im Bauch angepasst. Wichtig ist, dass der Atem frei fließen kann und Du, sobald Du das Gefühl hast, dass etwas zu viel ist oder Dir nicht gut tut, aus der Haltung heraus gehst. Intensive Drehhaltungen, die Twists, bei denen deine Wirbelsäule rotiert, solltest Du vermeiden und sie sanft in die andere Richtung ausführen. Auch starke Bauchmuskelübungen und Haltungen, bei denen die Vorderseite deines Körpers stark gedehnt wird, wie bei Rückbeugen, sind tabu.

Das Hormon Relaxin, das in der Schwangerschaft gebildet wird, lässt deine Bänder und Sehnen weicher und elastischer werden. Das passiert, damit das Becken sich für die Geburt weiten kann. Bei den Yogahaltungen ermöglicht Dir das eine besondere Flexibilität. Das ist ein wirklich toller Effekt, der aber auch mit Vorsicht zu genießen ist, damit Du Dir keine Zerrung zuziehst. Wie generell beim Yoga, aber nun nicht nur mit der Verantwortung für Dich selbst, sondern auch für Dein Baby, solltest Du stets mit Achtsamkeit üben und deine Grenzen wahrnehmen. Yoga bietet einfach wunderbare Möglichkeiten, um in der Schwangerschaft rundum glücklich und gesund zu bleiben.

Wenn Du mehr über Yoga in der Schwangerschaft erfahren willst, schau Dir Ayses Top 5 Yoga Übungen für die Schwangerschaft an.

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