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In der Weihnachtsbäckerei: Plätzchen backen mit Kindern

Wer sich die Zeit nimmt, mit Kindern Plätzchen zu backen, tut dem Nachwuchs viel Gutes. Die Kleinen lieben es, den Teig zu kneten, sich dabei herrlich klebrige Finger zu holen, zu naschen, Kekse auszustechen und zu verzieren. Aber sie trainieren dabei auch ihre motorischen Fähigkeiten, stärken das Vertrauen in das eigene Können und lernen sogar, Verantwortung zu übernehmen.

Mutter und Kind mit Schürze backen Plätzchen
Die weihnachtliche Stimmung, der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, süße Leckereien: das alles macht die Keksbackerei zur perfekten Vorweihnachtszeitbeschäftigung für die ganze Familie. Aber wo Kinder backen, fallen besonders viele Zutaten zu Boden, vieles will einfach nicht klappen wie es soll und so wird aus der festlichen Stimmung schnell eine gestresste Küchenatmosphäre! Damit das Backen mit den Kindern für alle ein entspannter und fröhlicher Weihnachtszeitvertreib bleibt, gibt es hier die besten Tipps für Deine Familien-Weihnachtsbäckerei:

Die Must-haves zum Plätzchen backen mit Kindern:

  • Große und kleine Schürzen
  • Ein großes Nudelholz und der Anzahl der kleinen Backhelfer entsprechend viele kleine Nudelhölzer (so geht man dem Streit um das Ausrollen aus dem Weg)
  • Viel Backpapier, Klebeband
  • Verschiedene Ausstechformen
  • Ein Erwachsenenmesser, für jedes Kind ein Kindermesser
  • Küchentücher und feuchte Tücher zum schnellen Grundreinigen von Möbeln und Kindern
  • Viele kleine Schüsseln + Backpinsel, für jedes Kind einen
  • Teig, Mehl für die Arbeitsfläche
  • Zeit: plane einen vollen Nachmittag ein, Zeitdruck fördert Disharmonie, Stress und Frustration bei allen Backbeteiligten!

1. Der richtige Plätzchenteig und seine Zubereitung

Ein Mürbeteig mit weihnachtlichen Gewürzzutaten ist der Klassiker des Weihnachtsgebäcks. Er lässt sich, nach einer Ruhezeit von gut einer Stunde, sehr gut ausrollen und eignet sich bestens zum Ausstechen vieler leckerer Kekse. Teilt man etwas Teig ab und vermengt diesen mit Kakaopulver, lassen sich schnell und einfach zweifarbige Plätzchen herstellen. So kann man mit nur einem Teig diverse Gebäckvariationen herstellen. Bei der Zubereitung sollten die Kinder möglichst viel selber machen dürfen. Kinder im Grundschulalter können bereits die Zutaten abwiegen. Das macht Spaß und fördert zugleich das Mengenverständnis sowie die Kenntnis von Zahlen. In diesem Alter können Kinder zumeist auch den Handrührer alleine bedienen. Den kleineren Backhelfern sollte man hierbei unterstützend zur Hand gehen. Für sie ist es das Größte, wenn sie den eigentlich fertigen Teig trotzdem noch einmal mit den Fingern durchkneten dürfen. Die Eier aufzuschlagen ist ein glibbriges Vergnügen, das Kinder ab vier Jahren motorisch bereits leisten können. Bei jüngeren Bäckern empfiehlt es sich, das Ei aufzuschlagen und eine Hälfte von Zwergenhand in die Schüssel befördern zu lassen. Landet doch etwas Schale im Teig, lässt sich diese mit einer halben Eierschale am einfachsten herausangeln.

2. Der richtige Arbeitsplatz für Groß und Klein

Nun kommen das Backpapier und das Klebeband zum Einsatz! Trenne jeweils ein großes Stück Backpapier ab und befestige es mit ordentlich viel Klebeband an jedem Arbeitsplatz. Auf dieser Unterlage klebt der Teig nicht so sehr fest und lässt sich besser ausrollen. Außerdem wird der Tisch nicht mit Teig verklebt, das spart Aufräumzeit. Vor dem Ausrollen werden das Backpapier sowie das Nudelholz mit etwas Mehl bestäubt. Dann darf sich jedes Kind ein Stück Teig vom großen Ganzen abschneiden und losrollen. Lass es die Kleinen alleine versuchen und warte, bis sie um Hilfe bitten, bevor Du einschreitest. Nur so gewinnen sie Selbstvertrauen und lernen, wie es geht. Beim Plätzchen backen mit Kindern solltest Du kein perfektes Weihnachtsgebäck erwarten! Egal ob zu dick, zu dünn oder zerdrückt, schmecken werden die Kekse auf jeden Fall. Daher ist jedes Lob für die kleinen Bäcker stets verdient und angebracht. Da der Nachwuchs gerne schnell die Lust am Ausstechen verliert, ist es von Vorteil, andere Techniken im petto zu haben: Aus dem Mürbeteig lassen sich sehr gut dünne Würste rollen, die man dann zu Brezeln legen kann. Oder Du machst Dir die große Liebe zu sonst verbotenen Messern zunutze: Zuerst wird eine dicke Teigwurst gerollt, von der dann Scheiben mit einem Kindermesser abgeschnitten werden. Außerdem findest Du in unseren Rezepten zum Plätzchenbacken mit Kindern auch Rezepte für Weihnachtsgebäck, bei denen mit den Händen Kugeln geformt werden. Das ist kurzweiliger und klebriger – und dadurch noch lustiger.

3. Die Königsdisziplin: Das Verzieren der Plätzchen

Kind bestreicht gelbe Plätzchen in Herzform
Kinder mögen es gerne bunt und schokoladig. Damit nicht nur die Herstellung der Plätzchen, sondern auch deren Verzehr ein echter Spaß ist, solltest Du diese Vorlieben unbedingt beachten. Um quietschbuntes Weihnachtsgebäck zu erhalten, mischst du Puderzucker mit etwas Zitronensaft und verrührst diese Mischung, bis sie eine cremige Konsistenz angenommen hat. Dann gibst Du einige Tropfen Lebensmittelfarbe hinzu und rührst sie unter den Zuckerguss. Fertig ist die farbige Glasur. Hiermit dürfen die Kinder nun, mithilfe eines Pinsels, die Plätzchen bestreichen. Vollmilchkuvertüre als Keksguss eignet sich besonders gut für alle kleinen Schokoliebhaber. Diese wird im Topf oder in der Mikrowelle geschmolzen und dann ebenfalls auf die (etwas abgekühlten) Plätzchen gepinselt. Die Zuckerstreusel, -perlen oder –sterne verteilst Du am besten auf kleine Schüsseln. So können die Kinder hineingreifen und losstreuen. Um das Staubsaugen wirst Du heute sowieso nicht herumkommen, also atme besser tief durch und beachte die Zuckerdeko auf dem Boden einfach nicht während ihr die Plätzchen verziert! Sind die Kinder vom Teigrühren und Ausstechen müde oder haben einfach keine Lust mehr, dann legt einfach einen Tag Pause ein. Die Plätzchen verpackst Du in die Dosen. Am nächsten Tag beklebst Du den Tisch wieder mit Backpapier und schon könnt ihr weitermachen.

4. Das Aufräumen

Nach dem Plätzchenbacken mit den Kindern sieht die Küche meist aus wie ein Schlachtfeld. Manch einer wird sagen, „was man zusammen anfängt, muss man auch gemeinsam beenden“. Nun, das solltest Du entscheiden. Wenn die Kinder mit Fleiß und Eifer dabei waren, reicht es vielleicht, wenn sie das Gröbste beseitigen helfen und Du den Feinschliff übernimmst…

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