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Meerrettich – Intensiver Geschmack aus heimischen Gärten

Meerrettich, die meisten kennen ihn vermutlich aus dem kleinen Gläschen im Supermarkt und essen ihn zu Fisch oder Fleisch. Aber hast Du Tafelspitz schon mal zur Suppe verarbeitet oder gerieben in einem Avocado-Dipp?

Meerrettich am Stück und gerieben

Meerrettich schmeckt intensiv und stärkt das Immunsystem


Das Wichtigste in Kürze:

  • Meerrettich ist intensiv im Geschmack, reich an Vitamin C und dabei sehr kalorienarm
  • Antioxidantien stärken das Immunsystem
  • Meerrettich kurbelt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an
  • Die Wurzel wirkt antiviral und antibakteriell
  • Passt einfach prima in Deine Küche

Wissenswertes über Meerrettich

Wie nur wenige andere Pflanzen wird der Meerrettich als Gemüse und Gewürz zugleich verwendet. Seine gute Lagerfähigkeit, der typisch scharfe Geschmack und natürlich seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen die auch unter der Bezeichnung Kren bekannte Wurzel bis heute zu einer Delikatesse. Im gesamten Bundesgebiet, aber vor allem in Süddeutschland und in Österreich, gehört der Meerrettich zu einer ganzen Reihe von traditionellen Speisen fest dazu. In Österreich ist er sogar ins „Register der Traditionellen Lebensmittel“ aufgenommen worden und hat seinen festen Platz als Kulturgut. Auch, wenn er wortwörtlich in aller Munde ist, stellt die Namensherkunft des Meerrettichs auch heute noch Linguisten vor viele Optionen. So vertreten einige Theorien die Ansicht, dass das Wort Meerrettich eigentlich als „über das Meer gekommener Rettich“ verstanden werden sollte. Andere Wissenschaftler sind der Meinung, dass der Meerrettich seinen Namen der „Mähre“, einem alten Wort für ein in die Jahre gekommenes Pferd, verdankt.

Der Meerrettich gehört botanisch gesehen zur Familie der Kreuzblütengewächse. Er bildet einen krautigen Wuchs aus und kann Höhen zwischen 50 und 150 cm erreichen. Unter besonders idealen Bedingungen wird der Meerrettich bis zu zwei Meter groß. Seine kleinen weißen Rispenblüten erfreuen im Frühjahr und Frühsommer das Auge: Zwischen Mai und Juni macht der Meerrettich durch starken Blütenduft auf sich aufmerksam. Nicht nur in ausgewiesenen Kulturen ist der Meerrettich zu finden, sondern auch mitten in der Natur. In seiner Wildform lebt der Meerrettich besonders gerne an feuchten Wiesen und Bachläufen. Die Wurzel des Meerrettichs ist der in der Küche so beliebte und ausschließlich essbare Teil dieser Pflanze.

Weil der Meerrettich winterhart und robust ist, freuen sich seine Liebhaber über eine relativ lange Erntezeit, die vom Oktober bis ins frühe Frühjahr reicht. Die Wurzel muss in jedem Fall vor dem nächsten Austreiben geerntet werden. Da der Meerrettich sehr gut lagerfähig ist, kann er rund ums Jahr in guter Qualität im Supermarkt gekauft werden.

Wie schmeckt Meerrettich?

Geschmacklich liegt der Meerrettich im scharfen Bereich. Bevor Pfeffer ein alltägliches Gewürz wurde, war Meerrettich das Mittel der Wahl, um Gerichten eine frische Schärfe zu verleihen. In unverarbeitetem Zustand ist die Wurzel geruchs- und geschmacklos, erst bei Zellverletzung verströmt der Meerrettich seinen typisch stechenden Geruch.

Wie gesund ist Meerrettich?

Mit nur 64 Kilokalorien auf 100 Gramm ist der Meerrettich eine Angelegenheit für Figurbewusste. Der Meerrettich enthält auf diese Menge 2,8 Gramm Eiweiß, lediglich 0,3 Gramm Fett und knapp 12 Gramm Kohlenhydrate, also nicht mehr als eine Broteinheit. Zwar besitzt diese Wurzel somit einen relativ geringen Eiweißgehalt, dafür liefert sie aber viele essentielle Aminosäuren, die deswegen so wertvoll sind, weil der Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Verantwortlich für den scharfen Geschmack des Meerrettichs ist das Allylisothiocyanat, eine Senfölvorstufe. Werden die Zellwände beim Verarbeiten verletzt, bildet der Meerrettich die typischen Senfglykoside. Dank ätherischer Öle wie diesem wirkt der Meerrettich nachweislich antiviral, antibiotisch und antifungizid. In Sachen Immunabwehr hilft der Meerrettich vor allem dann, wenn das Immunsystem durch körperliche Anstrengung geschwächt ist. Kräftig in Geschmack und Wirkung ist der Meerrettich mit 114 Milligramm Vitamin C, wodurch der Tagesbedarf bereits vollkommen gedeckt ist. Das macht den Meerrettich zur idealen Infektprophylaxe. Früher wurde er sogar vorbeugend gegen Skorbut, einer Vitamin-C-Mangelerkrankung, eingesetzt.

Das im Meerrettich vorhandene Magnesium (33mg/ 100g) steuert die Reizleitung der Muskeln sowie deren Regeneration. Seine beste Wirkung entfaltet dieses Spurenelement in Verbindung mit dem ebenfalls im Meerrettich zu findenden Calcium (105mg/ 100g). Zusätzlich stärkt Calcium die Knochen und schützt vor Ermüdungsbrüchen bei hohen Sportbelastungen.

Meerrettich enthält unter anderem einige Vitamine der B-Gruppe. Diese haben zwar relativ breit gefächerte Funktionen, ihnen gemeinsam ist jedoch, dass sie das Stoffwechselgeschehen sowie viele Körpervorgänge leistungsfähiger machen – ideal für alle, die ihr Leistungsniveau etwas anheben möchten. Auf 100 Gramm verfügt Meerrettich über 140 Mikrogramm des Vitamins B1, das etwa 10 Prozent des Tagesbedarfs abdeckt. Aus der B-Vitamingruppe liefert Meerrettich zudem 110 Mikrogramm des Vitamins B2, 600 Mikrogramm B3 und 180 Mikrogramm B5. Mit 180 Mikrogramm B6 und 24 Mikrogramm B9 ist der Meerrettich ein wahres Vitamin-B-Paket.

Die weiteren Inhaltsstoffe auf einen Blick

Das enthaltene Vitamin A (3 Mikrogramm/ 100 Gramm) und das Betacarotin (20 Mikrogramm/ 100 Gramm), seine Vorstufe, wirken unterstützend auf das Immunsystem, weil sie wirkungsvolle Antioxidantien sind.

Wertvoll ist auch das im Meerrettich enthaltene Vitamin K (50 Mikrogramm/ 100 Gramm), denn es steuert die Blutgerinnung und sorgt gerade bei Sportverletzungen für schnelle Wundheilung.

Tipps zur Zubereitung

Seine ganze Wirkung entfaltet der Meerrettich nur bei unverzüglichem Konsum, denn die ätherischen Öle, die diese Wurzel so besonders machen, verfliegen innerhalb der ersten Viertelstunde nach dem Zubereiten.

Typische Rezepte

Weltberühmt ist der mit Meerrettich verfeinerte Senf. Dieser passt nicht nur hervorragend zu Fleischgerichten, auch die Wurzel selbst ist eine perfekte Ergänzung zu deftigen Braten oder Eigenkreationen.

Auch, wenn der Meerrettich oft aus ernährungsphysiologischer Hinsicht unterschätzt und hauptsächlich als Gewürz wahrgenommen wird, lohnt es sich für alle Aktiven, ihn wegen seiner Inhaltsstoffe trotzdem auf den Speiseplan zu setzen.

Abnehmen mit Meerrettich

Die ätherischen Öle des Meerrettichs helfen Dir beim Abnehmnen. Damit Du den Meerrettich nicht roh essen musst, sondern ihn in leckeren Abnehm-Rezepten verwendest, hat Gymondo für Dich einen Schlankmacher-Ernährungsplan zusammengestellt. Lerne im Schlank in 10 Wochen-Programm, worauf es beim Abnehmen ankommt.
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