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Rotkohl – Ein Radikalfänger mit vielen Namen

Rotkohl, Blaukohl, Rotkraut… – wie das farbintensive Gemüse in Deiner Heimatregion auch heißen mag – es ist viel zu wertvoll, um nur als Beilage zum festlichen Weihnachtsbraten serviert zu werden.

Rotkohl-Köpfe in hölzerner Schale

Rotkohl oder Blaukraut?


Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Grund für die verschiedenen Namen des Rotkohls liegt an den Böden, auf denen er angebaut wird. Manche Böden haben einen höheren pH-Wert als andere und genau dieser Wert bestimmt die Färbung der Blätter
  • Rotkohl hat von Natur aus einen eher kräftigen Geschmack, seine häufige Zubereitung mit Essig und säurehaltigen Früchten hat bei vielen Menschen aber bereits einen ganz anderen Geschmack vom Rotkohl geprägt
  • Der hohe Selenanteil macht den Rotkohl zu einem guten Fänger Freier Radikaler
  • Passt super in einen ausgewogenen Speiseplan

Wissenswertes über Rotkohl

Vielleicht hast Du Dich schon einmal gefragt, warum es so viele Bezeichnungen für die blau-roten Kohlköpfe gibt. Die Erklärung ist relativ einfach: Die Farbe der Kohlblätter wird vom pH-Wert des Ackerbodens beeinflusst. Auf sauren Böden überwiegt der rote Anteil der Blattfarbe. Je alkalischer der Boden ist, desto mehr geht die Blattfarbe ins Bläuliche über. Insofern ist es verständlich, dass in manchen Gegenden Rot- und anderswo Blaukohl angebaut wird. Während die Norddeutschen vom „Kohl“ reden, wird im Süddeutschen vom „Kraut“ geredet. Hoch geschätzt werden die roten Köpfe jedoch in allen Regionen gleichermaßen und das liegt nicht nur am guten Geschmack.

Wie alle anderen Kohlarten, die heute unseren Speisezettel bereichern, stammt auch der Rotkohl von einer Wildform ab. Die Heimat des Wildkohls sind die Inseln des Mittelmeers und die Küsten des Atlantischen Ozeans. Schon frühzeitig erkannten die Menschen, wie wertvoll und schmackhaft diese Pflanzen sind. Mit dem Wildkohl haben unsere Rotkohlköpfe allerdings nur noch sehr entfernte Ähnlichkeit. Durch gezielte Auslese und Zucht entstanden die heutigen Kultursorten, die auch in kühlen Regionen prächtig heranwachsen. Besonders gut gedeiht Rotkohl in maritimer Umgebung. In Deutschland kommt ein großer Teil der Ernte aus Norddeutschland. Rotkohl gilt als typisches Wintergemüse der Nord- und Mitteleuropäer. Kopfkohl lässt sich sehr gut einlagern, sodass das vitamin- und mineralstoffreiche Gemüse fast das ganze Jahr über in den Geschäften angeboten wird. Frühe Rotkohlsorten, die bereits im Juni geerntet werden, spielen eine eher untergeordnete Rolle.

Gehächselter  und gekochter Rotkohl auf weißem Teller

Rotkohl ist nicht nur zur Weihnachtszeit ein Genuss


Wie schmneckt Rotkohl?

Der hohen Gehalt an Senfölen und ein gewisser Zuckeranteil sind hauptsächlich für den typischen, kräftigen Geschmack des Rotkohls verantwortlich. Traditionell wird Rotkohl mit Essig oder säurehaltigen Früchten gekocht. Er eignet sich ebenfalls hervorragend für die Zubereitung schmackhafter Rohkostsalate.

Wie gesund ist Rotkohl?

Du legst Wert auf eine gesunde Ernährung? Dann sollte Rotkohl nicht nur zu Weihnachten auf den Tisch kommen. Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen ist für fast jeden ein Hochgenuss, doch das rote Kohlgemüse sollte bei Sportlern zu jeder Jahreszeit auf dem Speiseplan stehen. Frische Rotkohlblätter sind mit 23 Kalorien pro 100 Gramm für die kalorienarme Ernährung ideal. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C, Folsäure und Kalium. Der Kopfkohl enthält neben wertvollen sekundären Pflanzenstoffen viele Ballaststoffe.

Rotkohl gehört zu den Gemüsepflanzen, die dem Boden besonders viel Selen entziehen. Selen spielt beim Aufbau vieler wichtiger Enzyme eine zentrale Rolle. Selenhaltige Enzyme gelten als potentielle Fänger von Freien Radikalen. Sportler, deren Abwehrsystem durch die regelmäßige körperliche Aktivität besonders gefordert ist, sollten darum möglichst oft selenhaltiges Gemüse wie Rotkohl verzehren.

So wird Rotkohl zum Genuss

Rotkohl gibt es immer frisch zu kaufen. Im Kühlschrank kannst Du den Kopf mindestens zwei Wochen lagern. Bei der Zubereitung von Rotkohl sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bestimmt kennst Du schon aus Kindertagen den Rotkohl als Beilage zum Braten. Hast Du keine Küchenmaschine, so kannst Du den Kohlkopf auch mit Hilfe der Brotschneidemaschine in kurzer Zeit in feine Streifen schneiden. Besonders schön kommt die rote Farbe zur Geltung, wenn Du ein paar Apfelstückchen mitschmorst oder einen Schuss Wein oder Essig hinzufügst. Hast Du einen empfindlichen Magen, so solltest Du das Kohlgericht mit etwas Kümmel würzen. Rohkost mit Rotkohl sieht nicht nur lecker aus, sie schmeckt auch phantastisch. Kombiniere den Kohl mit Äpfeln, Birnen oder anderen Früchten! Stampfst du den Kohl etwas oder gibst Du heiße Marinade über die Kohlstreifen, wird die Rohkost leichter verdaulich.
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