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Sojamilch – die vegane Alternative

„Ein Latte-Macchiato, aber mit Sojamilch bitte.“ – Die Zeiten, in denen man sich über solche Bestellungen lustig gemacht hat, liegen noch gar nicht so lange zurück. Gut, dass sich das inzwischen geändert hat. Und zu Recht: Der Sojadrink hat seine Berechtigung in unseren Kühlschränken wahrlich verdient.

Ein Glas gefüllt mit frischer Sojamilch, umgeben von reifen Sojabohnen

Sojamilch – Die proteinrechere Alternative zur Kuhmilch


Das Wichtigste in Kürze:

  • Sojamilch darf in Supermärkten deswegen nicht „Milch“ genannt werden, weil sie nicht tierischen Ursprungs ist. Hier im Gymondo-Magazin ist das aber kein Problem 😉
  • Sojamilch bietet einen veganen Ersatz für die Kuhmilch und wird oft und gerne in Tee oder Kaffee getrunken
  • Sie hat einen höheren Eiweißgehalt als handelsübliche Kuhmilch

Welche Geschichte hat die Sojamilch?

Sojamilch stammt ursprünglich aus dem alten China, was durch eine alte Steinplatte aus dem Jahr 220 n. Chr. belegt wird. Darauf ist eine Küchenszene zu sehen, in der u.a. Sojamilch verwendet wird. Die ersten schriftlichen Belege der Sojamilch stammen aus dem Buch Lunheng von Wang Chong, das im Jahre 82 verfasst wurde. Laut alten chinesischen Überlieferungen von Liu An wurde Sojamilch hauptsächlich für die alte chinesische Medizin entwickelt. Sojamilch wird in Deutschland im Jahr 1914 zum ersten Mal als vegetabile Milch erwähnt und ab dem Jahr 1917 offiziell als Sojamilch verkauft.

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Was solltest Du sonst noch über Sojamilch wissen?

Sojamilch ist ideal für Veganer, die nicht auf „Milch“ verzichten wollen. 100 Milliliter der Sojamilch beinhaltet etwa 4 Gramm Protein, 2 Gramm Fett und 6 Gramm Kohlenhydrate. Der gesamte Kaloriengehalt bei 100 Millilitern liegt bei 52 Kilokalorien. Ein Sojadrink liegt somit nach Kalorien berechnet zwischen der Vollmilch und der 1,5-prozentigen Kuhmilch. Ein Sojadrink enthält weder Vitamin C noch Vitamin B12 und weniger Kalzium und Vitamin B2 als die Kuhmilch. Die Kuhmilch enthält wenig Eisen und zwar nur 0,06 Milligramm in 100 Millilitern. Die entsprechende Menge Sojamilch bietet dagegen rund 0,8 Milligramm Eisen.

In Deutschland darf der Begriff Sojamilch nicht verwendet werden, da ein Sojadrink kein Produkt aus einem Milcheuter ist. In den gängigen Fachgeschäften wird die Sojamilch deshalb unter dem Namen Sojadrink verkauft. Geschmacklich gibt es süße und salzige Varianten der Sojamilch. Übrigens findet die Ersatzmilch aus der Sojabohne in Deutschland erst seit dem 20. Jahrhundert großen Zuspruch, in China gehört die süße und salzige Sojamilch jedoch zu den traditionellen Lebensmitteln. Natur-Sojamilch hat einen etwas ungewöhnlichen Bohnen-Geschmack und kann in diesem Fall nicht als Alternative zu Kuhmilch angesehen werden. Inzwischen gibt es aber viele Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel, Vanille oder Schokolade, die den Sojadrink geschmacklich verfeinern. Auch fügen viele Hersteller den Sojadrinks die wichtigen Vitamine hinzu, sodass sie inzwischen eine ernsthafte Konkurrenz zur Kuhmilch geworden ist. Sojamilch ist ideal für Menschen, die eine Laktoseintoleranz haben. Wegen dem hohen Proteingehalt kann Sojamilch gerade für Kraftsportler als Basis für einen Protein-Shake empfohlen werden.

Eine durchsichtige Tasse gefüllt mit frischem Sojadrink umgeben von reifen Sojabohnen

Sojamilch gibt es in verschiedenen Geschmacksvariationen


Wie wird Sojamilch hergestellt?

Die Sojabohne stammt aus der Familie der Hülsenfrüchte. Der früheste Anbau von Sojabohnen wurde zwischen 1700 und 1100 v. Chr in Nordostchina nachgewiesen. Heute wird Soja weltweit angebaut und gilt als die wichtigste Ölsaat. Sojabohnen enthalten rund 20 Prozent Öl und 37 Prozent Protein, was sie besonders bei Sportlern sehr beliebt macht. Sojamilch wird durch Einweichen und Pürieren der Sojabohne in Wasser hergestellt. Damit verschiedenen Giftstoffe entfernt werden können, muss die Sojabohne etwa 20 Minuten gekocht werden.

Yofu oder Sojajoghurt ist ein fermentiertes Produkt der Sojamilch. Wenn Sie selbst einen Liter Sojamilch herstellen wollen, benötigen Sie dafür etwa 100 Gramm getrocknete Sojabohnen. Diese müssen zuvor etwa zehn Stunden in reichlich Wasser eingeweicht werden. Nachdem das Wasser abgelassen wurde, püriert man die weichen Sojabohnen mit rund 330 Milliliter Wasser. Danach wird sie in etwa 600 Milliliter Wasser gekocht und dem fertigen Sojabrei untergerührt. Lassen Sie den Topf dann bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten köcheln. Wenn die Soja-Mischung abgekühlt ist, muss diese gefiltert werden. Dazu nimmt man ein Sieb und gießt den Sojabrei hinein. Dazu kommen noch weitere 250 Milliliter kaltes Wasser. Diese gefilterte Flüssigkeit ist jetzt die selbstgemachte Sojamilch. Geschmacklich abrunden kann man den selbst hergestellten Sojadrink mit zwei bis drei Esslöffeln Zucker, Kakao oder pürierten Früchten.

So wird Sojamilch zum Genuss!

Ein Sojadrink kann warm oder kalt getrunken werden, ist ideal zum Kochen und Backen und kann deshalb ideal als Alternative zu Kuhmilch verwendet werden. Sojamilch eignet sich aber nicht als Milchersatz für Kleinkinder. „Süße“ und „salzige“ Sojamilch werden besonders in China als traditionelles Lebensmittel zum Frühstück verwendet. Dabei wird die Sojamilch mit Zuckerrohr oder mit einem Sirup gesüßt. Eine salzige Sojamilch wird mit zerhackten Senfkörnern, getrockneten Garnelen und Essig zubereitet. In der japanischen Küche wird die Sojamilch zum Beispiel für die Zubereitung von traditionellem Yuba oder als Suppeneinlage für den japanischen Eintopf Nabemono verwendet. Sojamilch wird aber auch schon industriell für die Zubereitung von Speiseeistorten oder anderen Eisprodukten verwendet. Auch der bekannte Tofu wird mit Sojamilch hergestellt, die zuerst zum Gerinnen gebracht und danach in Blöcke gepresst wird.

Fazit

Ein Sojadrink ist eine breit akzeptiere Alternative für die herkömmliche Kuhmilch geworden. Eine Sojamilch kann sowohl zum Kochen oder Backen verwendet werden und dient als Milchersatz für Menschen mit Laktoseintoleranz und Veganer. Auch Sportler profitieren von dem vergleichsweise hohen Proteingehalt dieses Getränkes. Die Frage, welche Milch gesünder ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Ein Sojadrink sollte aber gerade von Menschen mit Asthma und starker Erdnuss-Allergie nicht getrunken werden. Wer sich gentechnikfrei ernähren möchte sollte Sojaprodukte in Bio-Qualität kaufen.

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