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Wärmt Alkohol von Innen?

Letztes Jahr zur beinah selben Zeit war es, als mir einfiel, dass ich noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammenhatte und ich allmähliche kalte Füße bekam. Dass sich diese nicht wirklich mit einem Glühwein erwärmen ließen, ist mir erst danach bewusst geworden.

Glühweinstände mit Schildern

Du glaubst, ein Becher Glühwein wärmt von innen? Ein Trugschluss!


„Heute ist ein Tag vor Heilig Abend und ich habe noch nicht ein Geschenk gekauft. Mist!“ Jetzt musste alles auf Anhieb klappen. Ich rannte durch die Stadt, deren Straßen von Schnee und Eis überzogen waren. Nach gefühlt nie enden wollenden Stunden hatte ich endlich für jedes Familienmitglied etwas gefunden. Erst jetzt merkte ich, wie kalt mir eigentlich war. Es waren -6° C, da halfen auch keine warmen Gedanken an die Lieben zu Hause mehr, meine Eisklotzfüße wieder aufzutauen. Da ich mein Geschenke-Shopping-Trip ja erfolgreich beendet hatte, kann ich mich doch nun mit einem schön heißen Glühwein vom Weihnachtsmarktstand belohnen, dachte ich. Der heiße Alkohol wird mir schon von innen richtig einheizen. Oder warum sonst gibt es überall Stände, an denen heiße alkoholische Getränke angepriesen werden und Leute, die diese davor dankbar genießen?

Der Trugschluss mit dem Alkohol

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Betrachten wir die Alkoholwirkung einmal ganz nüchtern: Der Alkohol bewirkt eine Erweiterung der Blutgefäße, wodurch mehr warmes Blut in Hände und Füße gelangt. Das fühlt sich warm an und tut uns erstmal gut, weil die Wärme im Körper besser verteilt wird. Da der Glühwein Glühwein heißt, weil wir ihn heiß genießen, ist das wärmende Gefühl noch intensiver. Es geht uns gut. Soweit so gut. Aber (und leider gibt es immer ein Aber) auch die Haut wird besser durchblutet, häufig erkennbar am roten Gesicht. Das bedeutet: Mehr Blut gelangt an die Hautoberfläche, die hier wie ein Wärmeaustauscher wirkt. Unbemerkt geben wir über unsere Haut so viel mehr Wärme an die Umgebung ab als ohne gefäßerweiternden Alkoholeinfluss. Wir kühlen kontinuierlich nach und nach aus.

Normalerweise verengt unser Körper nämlich die Gefäße, wenn es kalt ist, um die Wärme eben nicht über die Haut zu verlieren. Spätestens dann, wenn wir keine heiße Tasse mehr in der Hand haben, fallen uns unsere kalten Hände und Füße auf. Jetzt holen wir uns die zweite Tasse Glühwein – mit Schuss natürlich – um der Kälte entgegenzuwirken und es in Wirklichkeit nur noch schlimmer zu machen.

Die berauschende Wirkung des Alkohols nicht unterschätzen

Alkohol wirkt aber nicht nur gefäßerweiternd, sondern auch berauschend. Je mehr Glühwein wir trinken, desto weniger bemerken wir, dass uns kalt ist. Eine gefährliche Kombination. Sich in der Kälte völlig zu betrinken, ist also keine besonders gute Idee.

Übrigens: Dass Hände und Füße zuerst kalt werden, liegt daran, dass der Körper in einer kalten Umgebung die Blutzirkulation auf die wichtigen Organe wie Herz, Lunge, Niere, Leber usw. auf Kosten von Füßen und Händen beschränkt.

Was tatsächlich bei kalten Füßen hilft

  • Zieh Dich wie eine Zwiebel an! Viele Lagen übereinander. Also besser zwei paar Socken als ein dickes.
  • Alkohol kühlt aus! Also Finger weg von zu viel Glühwein und wenn Dir kalt wird. Trink besser alkoholfreien Punsch, Tee oder heiße Schokolade!
  • Bewegung fördert die Durchblutung der Füße! Also eine Runde mehr die schönen Stände auf dem Weihnachtsmarkt anschauen!
  • Nicht zu kleine Schuhe tragen. Hier fehlt die warme Luftschicht als Isolator.
  • Socken ohne Gummibund verwenden. Sie verringern die Blut- und damit Wärmezufuhr zu den Füßen.
  • Nicht rauchen. Denn auch das reduziert die Durchblutung in Händen und Füßen!
  • Warme Schuhe tragen – hier geht funktionell vor schick! Die schönsten High Heels bringen nichts, wenn man sie nicht lange präsentieren kann, weil die Füße einfrieren!

Ich wünsche Dir eine frohe und herzenswarme Weihnachtszeit!
abnehmen-mit-gymondo

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