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Das wirkt bei Niedergeschlagenheit: Sport gegen Depressionen

Sport macht schlank, das ist bekannt. Aber wusstest Du, dass Sport auch Kummer und Sorgen vertreiben kann? Wie das funktioniert? Welche Sportarten gemeint sind? Und worauf es beim Training ankommt? Das erfährst Du hier.

Junge Frau mit weißem Trägertop joggt durch den Wald, lacht und hört Musik.

Sport macht glücklich!


Das kennt wahrscheinlich jeder: Du hattest richtig schlechte Laune oder warst total gestresst. Trotzdem hast Du Dich zum Training aufgerafft oder bist überredet worden und danach war der Ärger vergessen oder Dir ging´s zumindest deutlich besser. Sport vertreibt Kummer und Sorgen und kann sogar bei Depressionen helfen. Das beweist eine Vielzahl von Studien zu diesem Thema. Die antidepressive Wirkung von regelmäßigem Training ist sogar ähnlich groß wie eine medikamentöse oder eine psychotherapeutische Behandlung.

Schlechte Laune? Depressionen? Sport hilft!

Wer richtig schlecht drauf ist, oder sogar mit Depressionen zu kämpfen hat, fühlt sich lustlos, antriebslos und möchte sich am liebsten in einem dunklen Loch verkriechen. Depressive gehen nicht gern an die frische Luft oder zum Training und haben meistens einfach keine Lust sich körperlich zu bewegen. Ein negativer Teufelskreis setzt sich in Gang: Die Betroffenen werden immer passiver, ziehen sich immer mehr zurück und haben dadurch auch immer weniger positive Erlebnisse. Sport und die damit verbundenen positiven Emotionen und Erfolgserlebnisse können diese negative Spirale durchbrechen. Das Training und die Bewegung lenken von negativen Gedanken ab. Wer trainiert, vergisst Ängste und Sorgen, schaltet den Kopf aus und Stress und Anspannung werden abgebaut.

Wie wirkt Sport gegen Depressionen?

Wissenschaftler vermuten verschiedene Faktoren, die sich positiv auf die Laune auswirken. Zum Beispiel wird bei körperlicher Anstrengung die Produktion von Botenstoffen wie Noradrenalin angekurbelt und Depressionspatienten haben nachgewiesen einen niedrigeren Noradrenalinspiegel als Gesunde. Außerdem wird vermutet, dass Sport sich ähnlich wie ein Antidepressivum auf den Serotoninspiegel auswirkt: Regelmäßige Bewegung führt zu einem Anstieg. Dieser Neurotransmitter ist sowas wie der Glücksbote des Körpers. Bei einem hohen Serotoninspiegel fühlst Du Dich zufrieden, satt, ruhig, ausgeglichen und happy. Bei Depressionspatienten ist die Konzentration von Serotonin oft stark verringert, deshalb wirken antidepressive Medikamente oft Serotoninspiegel steigernd. Außerdem ist wissenschaftlich belegt, dass vor allem Ausdauersportarten die Ausschüttung von Endorphinen bewirken. Endorphine sind verantwortlich für Glücksgefühle und lindern Ängste.

Wie solltest Du trainieren?

Untersuchungen zeigen, dass die stimmungsaufhellende Wirkung körperlicher Bewegung sich schnell wieder verflüchtigt, deshalb solltest Du regelmäßig trainieren. Ein- bis zweimal pro Woche mindestens. Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen sind besonders gut geeignet. Wichtig dabei ist, dass Dein Trainingsprogramm angepasst an Dein Fitness Level ist. Übertreibungen jeder Art sind einfach kontraproduktiv. Wer sich gerade zu Beginn zu sehr überfordert und unter Druck setzt, hat keinen Spaß beim Training und erzielt sogar den gegenteiligen Effekt: negative Gefühle und Stress. Zusätzlich motivierend und positiv auf Deine Stimmung und Leistung beim Sport wirkt außerdem Musik! Also, bei Deiner nächsten Trainingseinheit: Kopfhörer auf und Lieblingssong an. Dein Training macht mit Musik doppelt Spaß und Du vergisst die Anstrengung dabei! Was auch super hilft, um am Ball zu bleiben, ist das Verabreden zum Training mit Freunden. Hast Du feste Trainingstermine mit anderen, fällt es einfach leichter, sich zu motivieren. Und nicht vergessen: Frische Luft und Sonnenlicht gilt besonders in der dunklen Jahreszeit als stimmungsaufhellend, also Fenster auf oder raus in den Park!

Wo liegen die Grenzen?

Fakt ist, dass Bewegung und Sport gute Laune macht und sogar gegen leichte bis mittelschwere Depressionen hilft. Sport hat dabei, anders als Psychopharmaka fast nur gute Nebenwirkungen. Trotzdem: Sport ist kein Wunderheilmittel. Schwere Depressionen sind nicht zu unterschätzen und eine ernstzunehmende Krankheit, die von einem qualifizierten Arzt oder Psychotherapeuten behandelt werden sollte.
Viel Spaß und Erfolg beim Training!
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Kommentare

  1. atacamas

    Ich kann die Wirkung von Sport bei Depression aus eigener Erfahrung bestätgigen. Habe schon seit Jahren Probleme mit Depressionen, mal mehr mal weniger. Medikamente und Therapie haben mir in schweren Phasen geholfen. Im letzten Jahr, als eine Krise kam habe ich diese mit Sport gemeistert – positiver Effekt zusätzlich noch reichlich abgenommen, was auch zu besserem Gefühl mit mir selbst beigetragen hat. Eine kleine Gefahr sehe ich wenn der Sport ‚exessiv‘ wird – das kann man auf Dauer nicht durchhalten und kann dann zu Frust, Unzufriedenheit und wieder Depression führen. Regelmässig, mässig!

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