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Grünkohl: Gesundes Wintergemüse

Deutschland ist dem Grünkohl verfallen: Vor allem in Norddeutschland ist das Wintergemüse gar mit Brauchtum verknüpft. Nach dem ersten Frost gehen Bremer und Niedersachsen auf eine als Grünkohltour bezeichnete Wanderung, die mit einem zünftigen Genuss des Grünkohls abgeschlossen wird. Insbesondere der leicht süßliche Geschmack sorgt für wahre Gaumenfreuden – und gesund ist der Grünkohl auch.
Grünkohlblätter auf einem dunklen Holztisch

Grünkohl ist eine heimische Kohlsorte, die besonders kalorienarm und nährstoffreich ist.

Infos zur Herkunft & Saison von Grünkohl

Die Historie des Grünkohls ist in Deutschland bereits sehr lang: Erste schriftliche Erwähnungen findet die Kohlart bereits Mitte des 16. Jahrhunderts. Seit 1545 wird er nachgewiesenermaßen in Bremen zur traditionellen Schaffermahlzeit, einem Brudermahl zwischen See- und Kaufleuten, serviert. So beansprucht die Hansestadt den Grünkohl auch als lokale Spezialität – genau wie das nahe gelegene Oldenburg.


Angebaut wird die Kohlsorte heute hauptsächlich in Mittel- und Westeuropa, Nordamerika sowie gar in Teilen Afrikas. Dabei verlangt die Blattkohlart einen pH-neutralen, relativ nährstoffreichen Boden. Im zweiten Jahr nach dem Anbau werden Blüten gebildet, eine Ernte ist im September möglich. Auch wenn industriell hergestellter Grünkohl meist tatsächlich bereits im Spätsommer geerntet wird, drängen Kenner auf einen längeren Verbleib auf dem Feld. Der LINK Kohl gilt erst als erntefertig, wenn er bereits den ersten Frost bekommen hat. Unterhalb von -10 Grad Celsius sollte diese Frosteinwirkung allerdings keinesfalls liegen. Ob dieser Frost wirklich notwendig ist, bleibt aber umstritten.

Der typische Grünkohl Geschmack

Die Ernte nach dem Frost soll dem Grünkohl eine leicht süßliche Note verleihen. Möglich wird das, weil die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird. Diese Wirkung ist allerdings insofern fragwürdig, dass reifer Grünkohl kaum noch umwandlungsfähige Stärke enthält. Dennoch: Ein leicht süßlicher Geschmack muss der Kohlsorte attestiert werden. Je nach Zubereitungsart und Qualität ist auch eine gewisse Bitterkeit nicht abzustreiten, die aber nicht das Niveau von beispielsweise Spinat erreicht.

Inhaltsstoffe & Gesundheitswirkung

Wer sich in Deutschland traditionell, gesund und lokal ernähren möchte, kommt um den Grünkohl nicht herum: Während Tomaten, Gurken und Co. in der kalten Jahreszeit aus Gewächshäusern oder von weit herstammen, wird der Grünkohl ein regionales Gemüse, das in direkter Umgebung zu den Konsumenten angebaut wird. Wie andere Kohlsorten auch enthält er eine Vielzahl von Vitaminen und Nährstoffen in großer Menge.

Vor allem der Vitamin C-Gehalt ist hoch; bereits eine Tasse Grünkohl deckt den kompletten Tagesbedarf. Vitamin C stärkt nicht nur die Abwehrkräfte, sondern ist insbesondere für Sportler essenziell: Die Verwertung von Fetten und der Transport von Nährstoffen zu den Muskelzellen gelingt nur mit Vitamin C. Dieselbe Gruppe profitiert auch von den sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien, die im Blattkohl enthalten sind. Denn nach starker Beanspruchung ist die Regeneration der Muskeln wichtig – beim Muskelkater sind Mikroverletzungen der Muskelfasern für die Schmerzen verantwortlich.

Durch die entzündungshemmende Wirkung des Grünkohls kann der Körper sich schneller regenerieren. Genau dieselbe Wirkung hat auch der ungewöhnlich hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren: Ansonsten vor allem in Fisch vorhanden, deckt Grünkohl mit einer einzigen Portion etwa 30 Prozent des Tagesbedarfs. Nachgewiesen werden konnte übrigens auch, dass durch den Verzehr von Omega-3-Fettsäuren rheumatischer Arthritis vorgebeugt werden kann und zudem einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel hat. Entzündungshemmende Eigenschaften werden auch dem Vitamin K zugeschrieben: Bereits 100 Gramm Grünkohl enthalten 250 µg Vitamin K – bei einem Tagesbedarf von grade einmal 70 µg.

Eine echte Besonderheit ist der hohe Eisengehalt des Grünkohls: Notwendig für die Blutbildung im menschlichen Körper, ist es ansonsten vor allem in Fleisch vorhanden. Wer sich also vegetarisch ernährt, tut gut daran, Grünkohl in seinen Speiseplan einzubinden. Grünkohl gilt gar als Rindfleisch unter den Gemüsesorten, weil er auch viel Eiweiß liefert. Sportler profitieren davon besonders, weil Eiweiß bekanntermaßen zum Erhalt und Ausbau der Muskelmasse unabdingbar ist.

Tipps zur Zubereitung & typische Grünkohl Rezepte

Traditionelle Grünkohlgerichte sind sehr deftig: Zum Kohl selbst, der meist mit reichlich Schmalz zubereitet wird, werden Salz- oder Bratkartoffeln gereicht. Außerdem gehören Kassler, Kochwurst und Bauchspeck dazu. In der Bremer Region wird der Grünkohl auch mit einer geräucherten Grützwurst namens „Pinkel“ gereicht, die neben Hafer vor allem Speck enthält. Der Grünkohl selbst sollte zuerst blanchiert und dann geschmort werden. Gewürzt wird er mit Salz, Pfeffer und vor allem auch Senf. Allerdings muss man den Grünkohl nicht unbedingt als Fett- und Kalorienbombe zu sich nehmen; als Salat mit Essig, Öl und etwas Salz kann er ebenso zum Genuss werden.

Fazit: Nährstoffreiches Wintergemüse für Sportler

Antioxidantien, essenzielle Fettsäuren, viel Vitamin C, Eiweiß und Eisen – der Grünkohl wurde durch das „New York Magazine“ bereits als „Superheld“ unter den Gemüsesorten gefeiert. Unabhängig von diesen Superlativen ist aber unumstritten, dass vor allem Sportler Nutzen aus dem Blattkohl ziehen. Durch die Mineralstoffe ist eine schnelle Regeneration nach dem Training möglich, Vitamin C optimiert die Nährstoffversorgung. Insbesondere Vegetariern und Veganern ist der Grünkohl eine willkommene Proteinquelle. Ein weiterer Aspekt ist die Nachhaltigkeit: Grünkohl muss nicht auf langen Strecken transportiert werden, sondern wird direkt in der Heimat angebaut.

eileens erfolgsgeschichte

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